Gespräch mit dem Tod

Langsam wandele ich unter Eiben,
ob das Licht lange noch wird bleiben?

Die Sonne legt sich nieder
golden manches Vogelmieder.

Abschied nehmen will ich
ganz allein und nur für mich.

Eine Gestalt sich zu mir gesellt,
ich kenn den Meister der dunklen Welt.

Zu mir mit dunkler Stimme spricht,
“Sag was tust Du hier, suchst Du mich?”

Nein, Dich such ich nicht,
leuchtend noch mein Angesicht.

Abschied nehmen von meinen Lieben,
schauen ob sie wohlbehalten bei Dir geblieben.

Sanft er erwiedert:”Bei mir sind alle wohlbehalten
darüber hab ich zu walten.

Hier findet jeder seine Ruh,
so soll es sein, immer zu.

Ich wache über manche Seele,
auf das sie sich nimmer quäle.

Zeitlos hier ist dieser Ort,
oberflächliches Geplapper trag ich hinfort.”

Nun es ist schön dies zu hören,
doch wollt ich Dich nicht stören.

Würd zu Dir kommen gleich,
könnt dann dem Oberflächlichen entweichen.

“Nein, Du tust gut hier zu wandeln,
doch mit mir ist kein Handeln.

Deine Zeit ist noch nicht reif, nimm die Welt wie sie ist,
doch verlier nicht dein Gesicht.

So wirst Du noch viele Jahre haben
und am Leben dich wirklich laben.”

Nun so will ich deinem Rate folgen
auch wenn das Leben manchmal wie spitze Dolden.

“So sei es!” und leise hörte ich von Weitem
“Auch Du wirst einst bei mir bleiben……”

©fs

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