Bitte die Fenster schließen, aber das Geld zum Fenster raus

Nun ist es bald soweit, der Papst besucht Berlin und da stellen sich mir doch wieder einige Fragen. Wir wettern im Allgemeinen gegen die Verschwendung von Steuergeldern, da dies unsere Geldsäckel verkleinert. Mit Recht wie ich finde!
Jetzt aber kommt Benedikt der XVI. und das lassen wir uns etwas kosten. Wir wollen uns ja nicht Lumpen lassen!
Mal so nebenbei, unsere Demokratie bezeichnen wir als säkulären Staat neuester Prägung. Das hört sich doch in jeder Rede gut an oder ?
Wie steht es aber mit der Realität. Die Bundesländer ziehen für die Kirche die Kirchensteuer ein und nehmen den Kirchen einen doch immensen Verwaltungsaufwand ab. Die Kosten dafür werden durch eine Aufwandsentschädigung aus den Kirchensteuern beglichen. Da kann man wohl als Nichtkonfessioneller nur darauf hoffen   😎 .
Nun aber kommt der Papstbesuch und die Kosten für diesen Besuch sind immens, so kostet allein der Gottesdienst im Olympiastadion ca. 3,5 Millionen € und der gesamte Besuch ca. 30 Millionen €.
Die Kosten teilen sich nach Verlautbarungen die Kirche und der Staat. Die Erklärung ist einfach, der Papst ist ja gleichzeitig Oberhaupt von Vatikanstadt, dem kleinsten allgemein anerkannten Staat.
Eine sehr schöne Formulierung um die Kosten des Papstbesuches zu begründen. In einer aufgeklärten Welt wird diese aber auf Widerspruch treffen, so auch auf meinen. Weniger ist manchmal mehr und zeigt soziales Gewissen.  *nur ein Gedankengang*
Persönlich habe ich nichts gegen diesen Besuch, der alte Fritz hat mal gesagt in meinem Lande soll  Jeder soll nach seiner Façon selig werdenund so halte ich es auch. Doch die Kosten für ein solches Unterfangen sollten die tragen, denen dieser Besuch am Herzen liegt.
Was die Überschrift betrifft an einigen Fahrtrouten des Papstes ist das Öffnen der Fenster zu diesem Zeitpunkt verboten, die Nähe zum Kirchenvolk ist da wohl auch den Bach heruntergegangen.

Für mich geht’s auch ohne ihn  😉

Euer DerSchwarzgraue

Wahltag

Die ersten Prognosen und Hochrechnungen sind vorbei, die Wahlsieger bestimmt. Doch hier scheiden sich die Geister, man muss schon genauer hinschauen um die richtigen Wahlsieger auszumachen.
Klaus Wowereit schafft die 30+ nicht und kommt laut letzter Hochrechnung nur auf 28,5%. Macht nix, er bleibt trotzdem Bürgermeister und die SPD muss sich einfach freuen solch eine Galionsfigur zu haben. Der Mann ist einfach sympathisch und da spielen manche Programminhalte weniger eine Rolle. Im Wahlkampf selber hielt er sich zurück, er ist ja auch nicht der Herausforderer 😉 .
Persönlich denke ich, passt er eher zu Berlin als jeder andere Spitzenkandidat.
Die Grünen schaffen etliche Prozentpunkte mehr und doch bleiben sie unter den Erwartungen der letzten Monate zurück. Hier lag es aber auch an der Spitzenkandidatin, die mehrere Fettnäpfchen unbedingt mitnehmen musste. Die Positionen ihrerseits zum Flughafen waren nicht unbedingt förderlich, wie auch so manche Aussage zu bestimmten anderen Verkehrsproblemen. Ich hab mir schon mal versucht vorzustellen, wie sich Tempo 30 auf der teilweise 4 spurigen Karl Marx Alle macht.  😆
Die Linken kann man eigentlich auf der Landesebene nichts vorwerfen, realistische Politik und einen engagierten Wirtschaftssenator, der so einiges bewegte. Doch im Wahlkampf kam das zu zaghaft rüber und die Bundesspitze der Partei mit ihren Querelen tat ihr übriges.
Die CDU hat endlich wieder Aufwind, doch dieser scheint mir eher an der Ausbeutung der letzten Autofackeleien zu liegen als an wirklich brisanten Themen. Frank Henkel hat zu mindestens das unvorstellbare geschafft, die Berliner CDU wieder zu einen. Mal sehen wie lange dieses anhält.
Das Thema Brandstiftung geht alle Parteien an, es ist einfach unerträglich und sollte nach der Wahl des regierenden Bürgermeister von allen Parteien im Konsens angegangen werden.
Kommen wir zu den Gelben und ich meine nicht die großen Gelben von der BVG! Die FDP hat sich selbst zerlegt, hier wirkt der Bundestrend auf die Landesebene und na ja, so ein richtiges Wahlprogramm hatte man ja auch nicht. Ohne weiteren Worte…. raus
Eigentlich wäre ja hier der Artikel schon zu Ende, wären da nicht die Piraten und ich meine nicht Fluch der Karibik. Mit über 8% zieht die Piratenpartei in den preußischen Landtag. Momentan empfinde ich die Piratenpartei als reine Protestpartei, manche Ansätze sind interessant, aber andere wieder vollkommen daneben und wirtschaftlich einfach nicht machbar. Hier sollte man die erste Legislaturperiode der Partei im Abgeordnetenhaus abwarten, wie wird sie ihrer Oppositionsrolle gerecht.

Im den Sinne wünsche ich allen vermeintlichen Siegern eine angenehme Wahlparty  😉

Euer DerSchwarzgraue

Endlich, nun heißt es wirklich ankommen in Weissensee

Der gestrige Tag war nun der Abschluss des Umzuges. Es ist ja immer so, dass man sich eine neue Wohnung sucht aber die andere noch eine Weile an der Backe hat. Nun ist es geschafft, meine alte Wohnung konnte ich ohne Mängel übergeben, was mich noch um so manche Stunde Schlaf gebracht hat.
Hier noch mal mein Dank an meine fleissigen Helferlein, da waren Jule und Enrico, mein Bruderherz Detlef nebst Sohnemann Hendrik, Frank T. und zu guter Letzt meinem ehemaligen Nachbarn dem Malermeister, der mir die Abschlußarbeiten in der alten Wohnung abnahm. Jahrelang hat man sich guten Tag gesagt und ab und zu zwei Worte zum Wetter und dabei hätte man eigentlich mehr miteinander reden können, da man sich, wie man zum Schluss feststellte, sympathisch ist. Abgemacht ist auf jeden Fall irgendwann mal ein gemeinsames Bier….
So spielt manchmal das Leben, oft fehlt die Zeit und manchmal ist es einfach das Nichterkennen von Sympathien um neue Freundschaften zu schließen. Die Quintessenz davon ist, sich einfach mal mehr Zeit für’s Private nehmen und ab und zu eben genauer hinzusehen.

Danke noch einmal an alle Beteiligten!

Euer DerSchwarzgraue

Fliegen wie mit der Bahn?

Air Berlin hat einen neuen Chef, ein alter Bekannter. Nach meinen Artikeln der letzten Monate über die Deutsche Bahn AG, hab ich jetzt wohl ein neues Steckenpferd  😉 .
Air Berlin hat eine bewegte Geschichte, auf die ich speziell aber nicht eingehen möchte, eines sei aber erwähnt, in der heutigen Form existiert sie seit 1991 in Deutschland. Die Anfänge waren der Charterflug und heute ist sie die 2. größte Airline Deutschlands, ein Erfolg der unbestreitbar ist.
Selbst kennengelernt habe ich Air Berlin in ihren Anfangszeiten und ich muss sagen, der Service und das Angebot brauchten den Vergleich zu anderen renommierten Airlines nicht scheuen. Die Flotte war zu der Zeit eine der Jüngsten überhaupt, der Flugpark bestand damals zu 100 % aus Boing 737-400 Maschinen.
Über die Jahre hat Air Berlin andere Fluggesellschaften aufgekauft und so erweiterte sich das Angebot und auch die Maschinentypen. Die letzten Jahre waren nun nicht mehr so rosig, vielfältige Problem machten allen Fluggesellschaften zu schaffen und so brachte der Börsengang nicht das erhoffte Kapital. Der ehemalige Air Berlin-Chef Hunold mühte sich und trotzdem musste er seinen Hut nehmen, Aktionäre wollen Dividende sehen und manchmal sind die Anteilseigner eben blind  in Sachen wirtschaftlicher Zwänge.
Die Durststrecke soll eben nicht über eigene Mittel überwunden werden, obwohl die beiden letzten Jahre wieder Aufwind für die Fluggesellschaften brachten, sondern mit Streckenstilllegungen, Flugzeugverkäufen und eventuell mit Personalabbau bewältigt werden.
Dieses Vorgehen kennt man ja schon von der Schiene, Herrn Mehdorn sei dank. Man darf gespannt sein, wie diese Herangehensweise sich auf den Betrieb von Air Berlin niederschlägt. Es wäre schade um Air Berlin!

Euer DerSchwarzgraue

Ein Licht geht unter und Eines geht auf oder wie man plötzlich feststellt, Stromsparlampen sind zu billig

Welches Licht darf’s denn bitte sein? Seit dem 1.09.2011 ist die gute alte 60 Watt Glühlampe verboten, verkauft werden dürfen nur noch Restbestände. Nun damit kann man sich ja abfinden, mittlerweile gibt es ja Stromsparlampen die ein sehr angenehmes Licht abgeben und somit das Wohlgefühl beim Wohnen nicht einschränken.
Eigentlich ist der Abgang der Glühbirne keinen Artikel wert, wäre da nicht die gleichzeitige Ankündigung mehrerer Hersteller die Preise für ihre Stromsparlampen um bis zu 25% zu erhöhen. Huch, warum denn das ? Die Auskünfte der Hersteller lauten, die Preise für seltene Erden seien gestiegen und dem müsse man Rechnung tragen.
Die Preise sind sicher in den letzten Jahren gestiegen und die Hersteller haben ihre Stromsparlampen trotzdem verkauft und das sicherlich nicht unter Wert.
Solcherlei Gebaren nenne ich Gewinnmaximierung mit EU-Segen, denn diese hatte ja das Verkaufsende der 60 Watt Glühlampe beschlossen.
Der Endverbraucher zahlt die Zeche oder in diesem Fall das schöne neue Licht 😈 ….

Euer DerSchwarzgraue

Überraschung per Post

Normalerweise sind es ja Rechnungen, die den Briefkasten bevölkern, doch diesmal war es eine Überraschung per Post. Aus meiner Siesta gerissen, öffnete ich dem Postmann die Tür und sah wohl mehr aus wie ein Gespenst, aber auch Gespenster nehmen Blumensträuße entgegen  😛 .
Nicht lange musste ich überlegen, es gibt nur Eine, die solcherlei schöne Überraschungen an mich verschickt. Freundschaften sind etwas sehr schönes, sie sind das Elixier des Lebens.
So danke ich ganz lieb der Säbelzahntigerin, die mich nicht vergisst, so wie ich auch sie nicht vergesse.

(D)Ein Dino  😉