In eigener Sache

Vielleicht fällt es ja manchen auf, das Gästebuch ist weg. Ich denke es hat sich ein wenig überlebt und Kommentare zu Artikeln sind angebrachter. Grüße kann man ja auch anders anbringen.
Für heute soll es das gewesen sein, übrigens draußen fällt der erste Schnee dieses Winters und am Fenster mit einem guten Buch sitzen ist auch angenehm 😉 .

Euer DerSchwarzgraue

Berliner Nahverkehr, wie man den Strom abstellt oder mein Freitagfeierabend

Der gestrige Tag hatte es in sich, ein Test der Notstromanlagen bei der Bahn führt zum grössten Ausfall der S-Bahn  seit es sie gibt.  Durch den Schaden bei dem Test fiel das zentrale Stellwerk Halensee aus und damit die gesamte Steuerung von Signal und Steuerungsanlagen im Stadtgebiet bei der Bahn aus.
Ein Backupstellwerk gibt es scheinbar nicht und so standen die S-Bahnen über Stunden, Fahrgäste froren, saßen im Dunkeln oder froren auf den Bahnsteigen. Die Bundespolizei hatte ihre Mühe Fahrgäste aus den Zügen zu befreien. Nun könnte man ja denken ein paar Stunden nicht so schlimm, doch weit gefehlt, der S-Bahnverkehr lief selbst heute Abend auf der Ringbahn noch nicht rund.
So durfte ich heute am eigenen Leib spüren, wie das ist wenn nichts mehr geht. Manchmal kommt man eben nicht so schnell aus dem Dienst und so schaffte ich es heute erst um 16:45.
Der Tag war anstrengend, aber ich hab so einige technische Dokumentationen zu Papier bringen können und so entschied ich mich bei diesem Hundewetter ein Taxi nach Haus zu nehmen. Einen “Junge Hunderegen” wollte ich mir nicht antun!
Gesagt getan, unser Pförtner rief ein Taxi und warnte mich vor. Taxi’s kämen heute wohl eher selten, selbst bei einer Bestellung. Nicht verzagen dachte ich mir und wartete, nach 20 Minuten rief unser Pförtner noch einmal in der Taxizentrale an. Die Antwort “Oh ist der nicht gekommen, ich schick mal noch einen”. Nach noch einmal 15 Minuten entscheid ich mich den gerade auftauchenden 120 Bus zu nehmen, frohen Mutes ging es zum S-Bahnhof Wedding und die Ernüchterung nahm ihren Lauf, auf dem Bahnsteig angekommen   musste ich auf den Anzeigen lesen, bitte die Ansagen beachten. Klasse so kann es weitergehen! 10 Minuten später stand an der Anzeige “Zug fällt aus”. Wie konnte ich nur der Meinung sein, dass nach 29 Stunden der Betrieb wieder läuft? Danke Taxi-Innung (Berlin hat über 7200 Taxi’s) und  Bahn AG!!!
So benutzte ich die U-Bahn bis Seestraße, nahm dann die Tram M13 und zum Schluß wieder den Bus. Das Ergebnis war ernüchternd, normaler Weise 35 Minuten Fahrtzeit summierte sich dann auf 1:50 Minuten auf.
Nach so viel Meckerei sollte ich aber mal ein Lob los werden. Die BVG mit ihren großen Gelben und den Trambahnen, die hat funktioniert und das trotz Witterungswidrigkeiten.

Nun kann ich den Feierabend genießen, wo ist mein Rotwein  😉

Euer DerSchwarzgraue

Berliner spart, doch woran ?

Hab ja ein paar Tage nichts geschrieben und so hat sich Einiges angestaut aber zum Thema. Berlin spart an allen Ecken und Kanten, der neue Senat steht ja dafür und für Schnelllebigkeit.
Die erste Personalie ereilte den jungen Senat schon nach 12 Tagen. Dem Justiz- und Verbraucherschutzsenator  holen die Geschäfte ein, angeblich soll er bei Schrottimmobilienverkäufen beteiligt gewesen sein. Nun darüber werden wohl die Gerichte zu urteilen haben und deshalb halte ich mich da etwas zurück.
Nun aber kommt der eigentliche Aufreger, 12 Tage im Amt und schon berechtigt ein Übergangsgeld von ca 50.000 €  zu empfangen. Das nenne ich aber eine schöne Ausbeute! Sollte dieser Ex-Senator nur ein bisschen Anstand haben, dann sollte er dieses Geld spenden!

Das ist der kleine Unterschied zwischen dem Rücktritt und der Entlassung aus dem Amt  👿 .

Euer DerSchwarzgraue