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Schnelles Internet = schnelle Rechner, Toshiba SATELLITE L670D-14K

So ist das mit der Zeit, die Technik verändert sich, das allgemeine Selbstverständnis zur Technik ändert sich und lösen Entscheidungen aus.
Im vorletzten Frühjahr entschied ich mich meinen dicken Desktop-PC gegen einen sehr guten Notebook im 17″ Format zu tauschen. Ich hatte einfach keine Lust ein dickes graues Monster im Wohnzimmer stehen zu haben und das Angebot an sehr gut ausgebauten Notebooks hatte sich ja auch gesteigert. Meine Entscheidung fiel auf Toshiba, weil 640 GB Festplatte (irgendwo müssen ja die Foto’s Platz finden), 4 GB RAM, 17″ Bilddiagonale (Foto’s wollen ja auch bearbeitet werden), ATI Radeo 5650 Grafikkarte nebst HDMI-Ausgang, Blueray-Brenner (wow), WLAN 802.11n, 100 Mbit LAN (vollkommend  ausreichend bei 40Mbit Internetleitung) und einem 3 Kerner von AMD. Billig war das gute Stück nicht gerade, aber der Hintergedanke war eben gute Verarbeitung, ordentliches Innenleben und einen guten  Support.
Damals ausgepackt und begeistert, egal ob Windows oder Linux, er tut was er soll und das sogar hervorragend, auch der Kabelsalat hatte ein Ende. Die Zeit nagt natürlich an so einem guten Stück, aber ich hatte ja vorausschauend gekauft, dachte ich mir.
Zwischenzeitlich umgezogen, neuer Provider und auch hier tat er sein Gutes. Im Laufe der Zeit stellte mein Provider auf neue Bandbreiten mit neuen Tarifen um. Ups da lässt sich was machen und schwupps hatte ich eine 128Mbit Leitung. Das ist zwar nur ein Bruttowert  aber selbst bei hoher Netzlast lassen sich noch locker 80 Mbit herausholen.
Nun kommt was kommen muss, der eingebaute WiFi Adapter bringt es gerade auf stabile 72 Mbit  😥 trotz des 802.11n Standards. Was nun?
Lange hab ich mit mir gerungen, gelesen, in die Google-Glaskugel 😉 geschaut und bin sogar fündig geworden. Natürlich mit dem schlechtesten was ich erwartet hätte, die Aufrüstung ist möglich, der WiFi-Adapter ist eine kleine PCIe-Karte aber leider gibt es bei Toshiba Probleme, da bestimmte Pin’s hardwaretechnisch das Ein-und Ausschalten steuern. Na toll !!! (Im Übrigen andere Hardwarehersteller haben ähnliche Fallen eingebaut.)
Da frag ich doch mal im Support nach, sollte ja nicht der Schlechteste sein und schon war die Email verschickt. 2 Tage später kam die Antwort von Toshiba:

Sehr geehrter Herr Schröder,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ihre Bearbeitungsnummer ist [Case#71831426].

Leider können wir Ihnen keine interne W-Lan Karte als Hardware-Update anbieten. Ggf. erhalten Sie in dem Elektronikhandel zum Beispiel einen 128 MBit W-Lan USB-Stick.

Mit freundlichen Grüßen,

Den Namen des Mitarbeiter habe ich mal weggelassen, aber die Aussage ist schon bezeichnend. 128 Mbit WLAN-Stick, solch Teil hab ich noch nirgends gesehen und dementsprechend fühlte ich mich mehr als verschaukelt, um es mal diplomatisch auszudrücken.
Einen Stick, na Klasse! Das Teil steht aus dem Gehäuse heraus und dann noch einen der beide Frequenzbereiche unterstützt, weil ich hier 25 Accesspoints empfange und die natürlich auch Inteferenzen auslösen? Ich begab mich weiter auf die Suche und in tiefsten Tiefen von Google fand ich Hinweise. Der Pin 20 muss nur abgeklebt werden und schon funktioniert auch eine andere als die eingebaute Broadcom-Wlankarte. Das kann ja heiter werden und trotzdem wagte ich mich daran.

Mal zur Anschauung die Größe der Intel 6200 Karte: 

Die Karte funkt in beiden Frequenzbereichen und somit könnte ich auch den Inteferenzen aus dem Weg gehen. Den Pin 20 abzukleben hat auch beim ersten Mal, trotz zittriger Finger, geklappt. Um meine benötigten Bluetoothfunktionen wieder zu bekommen, hab ich mir einfach einen Blauzahnadapter gekauft und der steht nur 4mm aus dem Gehäuse 😎 . Die Operation war also erfolgreich und ich kann meine Bandbreite nutzen, man sollte sich auch mal was trauen. Hier mal ein Messprotokoll: 

Kommen wir aber mal zu einer anderen Frage, warum tuen die Hersteller das? Meine Vermutung ist um den Verkauf neuer Notebooks anzukurbeln, denn den Nutzer machen sie damit nicht glücklich.
Hoch lebe der Elektronikschrott! Alle Welt redet von den seltenen Erden, wie rar sie geworden sind und trotzdem denken die Hersteller nicht mit. Meine Alt-PC’s haben immer wieder eine neue Verwendung gefunden, einer ging sogar mal in ein Münchener Kinderheim als Spende.
Man sollte die Nutzung der Geräte einfach mal verlängern, manchmal haben kleine Änderung am Design durch die Hersteller schon große Wirkung. Und die, die den grünen Engel oder Ähnliches vergeben sollten mal auch auf solche Dinge schauen.

Euer DerSchwarzgraue

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