Landesbauernverband will Wölfe wieder jagen lassen

Der Landesbauernverband Brandenburg fordert den Wolf wieder in die Liste der jagdbaren Tiere aufzunehmen.
Da hat sich ein Stück Natur wieder seinen Raum zurückerobert und schon soll dem wieder Einhalt geboten werden. Die Forderung ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt das die Wolfspopulation auf ca. 120 Tiere geschätzt wird (Brandenburg ca. 40 – 50 Tiere).
Begründet wird diese Forderung mit den Schäden, die der Wolf anrichtet. Im laufenden Jahr gab es nach Ansicht des BUND 300 getötete bzw. verletzte Nutztiere.
Hier treffen Natur und wirtschaftliche Interessen aufeinander und ergeben eine undurchsichtige Gemengelage.
Da muss man sich das Verhalten der Wölfe als erstes Erstes anschauen und dann die Problematik des Nutztierrisses. Isegrimm ist ein heimlicher Jäger, er geht dem Menschen aus dem Weg, sucht abgelegene Biotope um sich fortzupflanzen und um auch dort zu leben. Heutzutage sind Viele unterwegs um die Natur zu geniessen und erleben die Natur hautnah. Mal ehrlich, wer von uns hat da schon einmal einen wildlebenden Wolf in den Brandenburgern Wäldern gesehen?
Die Bedenken der Bauern sind wirtschaftlicher Natur. Will man seine Tiere schützen, muss man mehr Aufwand betreiben, sei es durch Zäune oder Hütehunde. Das ist aber Kostenfaktor, durch Material oder Arbeitsaufwand. Doch bitte lasst die Kirche im Dorf! Heute schon gibt es für nachweislichen Wolfsriß Entschädigungen im Rahmen von max. 7500 € innerhalb von 3 Jahren.
Lieber Bauernverband, bitte keine Politik auf dem Rücken der Natur! Für mich sieht die gesamte Diskussion danach nämlich aus. Im Übrigen wurde bei der EU beantragt, größere Entschädigungssummen bei steigender Population auszuzahlen 😉  .

Euer DerSchwarzgraue

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