Dialekte

In einem Interview hat Wolfgang Thierse sich ironisch beklagt über das weiter fortschreitende Verschwinden des Berliner Dialektes in seinem Stadtbezirk und damit eine bundesweite Diskussion los getreten.
Das Verschwinden des Berliner Dialektes ist natürlich dem Umstand geschuldet das Berlin eine Zuzugsstadt ist. Wirtschaftliche Interessen der Wohnungsindustrie fördern die Modernisierung von Wohnungen und den damit verbundenen Anstieg der Mieten.
Hier versagt eher die Politik, die durchaus Einfluß nehmen könnte. Das Problem kann man den Schwaben nun wirklich nicht anlasten  😉 .
Nach 1990 war der Prenzlberg hip und cool, was viele Junge Leute anzog. Abends aus der Wohnung in die nächste Bar einfallen, das hatte was. Mit den Jahren sind natürlich auch die Zugezogenen älter geworden und haben Familien gegründet. Jetzt plötzlich sehen die ehemaligen Jungen die Lage etwas anders und haben ihre Probleme mit dem Umfeld, daraus resultierten Rechtsstreitigkeiten mit dem Ergebnis das einige Berliner Clubs schließen mussten. Der Lauf der Zeit eben ….
Kommen wir aber mal zu den Bezeichnungen, die von Herrn Thierse als so problematisch empfunden werden. Liebe Schwaben,  liebe Bayern und liebe schweizer Freunde, wenn ich in Stuttgart, München oder in Zürich bin und ich gehe einkaufen, dann muss ich die ortsübliche Bezeichnung benutzen um etwas zu bekommen  😀  und ich habe damit überhaupt kein Problem. Für mich bedeutet diese Vielfältigkeit ein Mehr!
Jetzt gibt es ja Leute und sogar Politiker, die sich maßlos über Herrn Thierse aufregen. Da wird auf den Länderfinanzausgleich angespielt. Schnell mal das Totschlagargument ziehen und schon ist Ruhe.
Da wird eben schnell mal die Deutsche und Berliner Geschichte vergessen und die Euphorie von 90. In einigen Bundesländern hat man halt 45 Jahre seine Wirtschaft ohne Hindernisse aufbauen können, das ist Berlin verwehrt gewesen liebe Aufreger!

Im Übrigen ist sowas so wichtig ????  :mrgreen:

bin dann mal wieder wech 😉
Euer DerSchwarzgraue

 

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