Vor der Cebit, der PC Markt stagniert

Wie weiter im PC Markt,

mittlerweile pfeiffen es die Spatzen von den Dächern, der Absatz herkömmlicher PC’s stagniert. Dieses Phänomen ist möglicher Weise bald zu vergleichen mit dem Umbruch Anfang der achtziger Jahre, damals hat IBM dem PC kaum Chancen gegeben und wurde vom Erfolg überrollt.
Einer der großen Nutznießer des Erfolges war Bill Gates, der mit seinem Betriebssystem DOS und später Windows den Markt dominierte. Der Mann hatte Visionen und hat sie umgesetzt. Über die Jahre boomte der Markt ohne Bremse, selbst ehemalige Zweifler versuchten sich mit einem Betriebssystem. IBM versuchte es mit seinem Betriebssystem OS/2 und scheiterte, böse Zungen behaupteten OS/2 = “OS Halbe, nichts Ganzes und nichts Halbes”. In einem behielt IBM recht, OS2 war weniger virenanfällig und fand so seinen Haupteinsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen der Wirtschaft. Die Verbreitung von Windows brachte aber schnell Dienstleister auf den Markt, die sich um das Anfälligkeitsproblem kümmerten. Seit Windows 7 gehören auch Hausmittel zum Umfang des Redmonder Betriebssystem, letztendlich die Konsequenz des Erfolges.
Neben Bill Gates ein ebenbürtiger Visionär war Steve Jobs, der mit Apple eine neue Ära einleitete. Ihm ging es erstmal nicht um das Aufbrechen des PC Marktes, sondern um ein Produkt das dem Anwender von Anfang an im Ganzen unterstützt. Der Mac wurde zum Nischenprodukt in den Anfangsjahren, aber fand seine Liebhaber und eben so schnell den Weg auf den heimischen Bürotisch. Vor allem Designer und Grafiker schätzen den Umgang mit ihm, heute gibt es die Liga der Appleanhänger. Apple stellt die Restriktion an erste Stelle um sein System zu schützen und eben auch so den Anwender. Für manche Nutzer ist das hinderlich, aber die Verkaufszahlen geben Apple recht. Ein weiterer Pluspunkt den man nicht unterschätzen sollte, ist das Design und die Verarbeitung der Geräte. Gegenüber herkömmlichen PC’s sticht der Mac eben heraus und so wundert es kaum das Apple mit dem Absatzeinbruch von PC’s kaum zu kämpfen hat.
Wo liegt nun das eigentliche Problem des PC Marktes? Noch vor wenigen Jahren war der Notebook das mobile Büro und der 2. PC, doch mit dem Aufkommen der Tablet’s verschiebt sich das Verhältnis.
Seien wir ehrlich, wir brauchen den PC um unsere Arbeit und unser Leben zu unterstützen. Er ist kein Designobjekt, er nimmt Platz weg und das war’s. Die selben Aufgaben übernimmt heute ein guter Notebook, vom Inhalt steht er dem PC in nichts nach und sein Stromverbrauch ist auch geringer.
Im heimischen Haushalt lässt er sich schnell integrieren, denn zugeklappt und weggestellt, ist der eben noch gebrauchte Platz wieder frei.
Der allgemeinen Informationsflut kann man schnell und effizient mit einem Tablet begegnen, welches mit 10″ sich im Patzverbrauch kaum bemerkbar macht.
Die großen Margen werden nicht mehr abgesetzt werden können, nur noch harte Gamer benötigen einen Desktop-Boliden und mal ehrlich, die wenigsten von uns sind das.
In Firmen eingesetzte PC’s haben eine Haltbarkeit von meistens 5 Jahren bevor sie ausgetauscht werden, denn der Umstieg kostet nicht nur Geld bei der Beschaffung der Hardware, sondern auch bei den nötigen Dienstleistungen, wie Schulung etc.
Das Fazit für die Hersteller muß heißen: Desktop ja, im wirtschaftlichen Umfeld mit einem überschaubaren Angebot und für den heimischen Einsatz der Notebook.
Letztendlich müssen die Hersteller sich mehr und mehr dem Tablet als zweites Standbein widmen.
Für die nächsten Jahre sehe ich einen großen Umbruch in der Branche und ein wesentlich verändertes Nutzerverhalten. Selbst ich, der eher zu den “Schraubern und Ausprobierern” gehörte, habe vor 2 Jahren dem Desktop den Garaus gemacht. Ein guter Notebook und ein Tablet tuen es eben auch 😉 .

Euer DerSchwarzgraue

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