Guido Westerwelle, ein Nachruf

Einer der politisierte und doch liberaler als Andere war, Guido Westerwelle. Am Freitag verstarb nach langer schwerer Krankheit Guido Westerwelle, ehemaliger Außenminister und Galionsfigur der Liberalen.
Sein Leben bestand aus Höhen und Tiefen und er lernte aus diesen. In seiner Haltung dem Liberalismus verschrieben in jeder Form, sei es nun wirtschaftlich oder humanistisch. Er verstand seine Anhänger zu begeistern aber auch seine Kritiker zu erzürnen.
Mit seinen Wirtschaftsliberalimus eckte er bei vielen an und forderte den offenen verbalen Schlagabtausch heraus, eloquent und versiert vertrat er seine Meinung im Bundestag. Seine Reden dort waren immer Höhepunkte in den Debatten, die oftmals sonst trist wirkten. Während der Regierungsbeteiligung der FDP übernahm er das Amt des Außenminister, eine schwere Last für ihn. Wurden ihm doch die Fähigkeit dazu von vielen abgesprochen und seine ersten Gehversuche darin argwöhnisch betrachtet und kommentiert.

Im Laufe seiner Amtszeit fand er seinen Weg und verblüffte seine Kritiker. Seine Persönlichkeit stand ihm nie im Weg, sondern führte erst zu diesem Erfolg, denn nicht nur das Debattieren lag ihm, sondern auch das Zuhören und daraus Schlüsse ziehen.
Sein Umgang mit dem politischen Gegner war immer respektvoll und so zeugen die Nachrufe von großem Respekt. Auch ich habe mit seinem Wirtschaftsliberalismus gefremdelt und ihn eher zurückgewiesen, doch in seiner humanistischen Toleranz war er mir näher als viele Andere.

Er wird fehlen, gerade in einer Zeit der Debatten um die Menschlichkeit.

Euer DerSchwarzgraue

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