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Briten verlassen die EU

Es ist kaum zu glauben, die Briten haben sich für den Austritt aus der EU entschieden. Kaum jemand hätte es für möglich gehalten, vor Allem nach dem Mord an der Abgeordneten Cox. Das Pro EU Lager hat es versäumt die Vorteile der EU aufzuzeigen. David Cameron bekommt das gerade zu spüren und kündigte für den Herbst seinen Rücktritt an.
Leider muss man aber auch feststellen das Populisten immer mehr Oberwasser bekommen. So hat sich der ehemalige Londoner Bürgermeister vor den Ausstiegskarren spannen lassen, gerade er hätte es besser wissen müssen. Das Londoner Finanzviertel boomte über die Jahre in der EU, StartUps lieben London, ja London ist eine europäische Stadt. Es ist noch nicht abzusehen wie sich das Bild ändern wird, doch jetzt ist schon klar das Banken sich andere Standorte suchen werden. Man wird es nicht bei verbalen Ankündigungen belassen.

Mittlerweile hat Standard und Poor die Kreditwürdigkeit Britanniens herabgestuft, das englische Pfund ist auf ein 30 Jahrestief im Wert gesunken.
Viele der Brexit-Befürworter haben sich  durch falsche Aussagen verleiten lassen, so warb man für die wöchentliche Zahlung von 350 Millionen Pfund an das staatliche Gesundheitssystem, angeblich das Geld was man wöchentlich an die EU zahlte. Diese Höhe wurde nie gezahlt, denn die eiserne Lady hatte 1984 einen Rabatt von 100 Millionen englischen Pfund ausgehandelt. Da waren es dann nur 250 Millionen Pfund, nimmt man die Zahlungen der EU an England weg dürfte das noch viel weniger gewesen sein.
Na,ja, war eben ein schöner Slogan und nach dem Referendum muss das Alles ja nicht stimmen. So hat sich der Rechtspopulist Nigel Farage schon gegen eine solche Zahlung an das britische Gesundheitssystem ausgesprochen, frei nach dem Motto: “Es interessiert mich nicht was ich gestern noch schwafelte!”

Innenpolitisch gesehen machen sich neue Debatten auf den Weg, so denkt die schottische Regionalregierung über ein neues Referendum zur schottischen Unabhängigkeit nach. Über 60% der Schotten hatten sich für einen Verbleib in der EU ausgesprochen und auch in Nordirland.
Die Katholiken in Nordirland denken nun offen über eine Wiedervereinigung mit Irland nach, da Irland EU Mitglied ist.
Selbst die Enklave Gibraltar dürfte zur Debatte stehen, liebäugelt doch Spanien schon seit Langem mit dem Landstrich. Nicht nur wirtschaftlich droht Britannien eine harte Zeit, das Land ist entzweit und könnte in seine Einzelteile zerfallen.

Quintessenz

Es wird spannend, doch Eines sollte auch klar sein, das Miteinander in der EU muss mehr gefestigt werden! Messbare Erfolge für jeden sichtbar, sind das A und O. Nimmt den Wähler als mündigen Bürger wahr, Rückschläge wird es immer geben und der Brexit ist nicht das Ende der EU.

In Gedanken an die Kleinigkeiten wie Paßfreiheit, gemeinsame Währung usw.

Euer DerSchwarzgraue

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