Vielleicht doch verschlüsseln ?!

Nach den Enthüllungen der letzten Wochen um die NSA muss man sich schon fragen,  ob man nicht doch verschlüsselt? Im Endeffekt bleibt dann nur noch Thunderbird als bestmögliches Mittel der Wahl. Hier ist es unerheblich unter welchen Betriebssystem man arbeitet, die Umsetzung ist in allen Fällen die Gleiche. Schon in meinem letzten Beitrag “googlewech“habe ich beschrieben wie man Google den Rücken kehrt und die Installation von Thunderbird erläutert.
Im Wiki “Enigmail – OpenPGP” von Thunderbird wird die weitere  Installation der Verschlüsselung beschrieben. Letztendlich scheint mir, ist uns die Privatsphäre über die Jahre abhanden gekommen. Bei unserer globalen Kommunikation verschwimmen die Grenzen und somit auch die Zuständigkeiten von Rechtssprechungen, eine grundsätzliche Regelung der Staatengemeinschaft wird es meines Erachtens in den nächsten Jahrzehnten nicht geben.
Wir können es den Mitlesern schwer machen, es ist das selbe Katz und Mausspiel wie zwischen den Virenentwicklern und den Antivirensoftwareherstellern. Der Eine tut böse Dinge der Andere versucht sie zu verhindern, aber ist das bei der dieser Ausspähung unserer Daten auch so? Diese Frage soll sich jeder selbst beantworten. Ich halte das prophylaktische Speichern und Mitlesen unserer Kommunikation für sehr bedenklich.

Euer DerSchwarzgraue

googlewech ;-) , Android ohne Google

Die Neuigkeiten der letzten Wochen in Bezug auf die Schnüffelpraxis amerikanischer und britischer Geheimdienste ließen so manchen Internetnutzer aufhorchen. Manche User sagen sich: “Was soll’s !”, andere: “Wie kann ich es einschränken ?!” und die Poweruser sagen sich: “Ab jetzt wird verschlüsselt!”. Diese Anleitung ist für die 2. Gruppe gedacht, wobei es für die 3. Gruppe als Grundlage dient, bis eben auf das Verschlüsseln.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass das Mitlesen von uns leicht gemacht wird, wie gern nimmt man eben eine Googlemail- oder Microsoftmailadresse, sind sie doch kostenfrei und bieten viel. Natürlich kommt danach unser Handy noch in’s Spiel, hier wird ja bei der Installation schon mal angeboten eine entsprechende Mailadresse anzulegen.

Damit ist der Schritt getan um durch das “world wide web” zu sausen, ohne das es uns so richtig bewusst wird.

Mit kleinen Mitteln kann man schon selber prüfen welche Straßen (Routen) man genommen hat oder tagtäglich die eigenen Emails nehmen.

Mein Beispiel ein “tracert” aus der Konsole (cmd) in Richtung google.com:

1 3 ms 10 ms 8 ms 192.168.11.1

2 20 ms 17 ms 18 ms 10.180.192.1

3 18 ms 26 ms 14 ms 172.18.0.145

4 31 ms 29 ms 24 ms 172.16.16.17

5 26 ms 121 ms 23 ms 217.69.226.54

6 32 ms 131 ms 31 ms 209.85.249.182

7 51 ms 40 ms 40 ms 66.249.95.67

8 37 ms 37 ms 38 ms 216.239.48.53

9 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.

10 40 ms 37 ms 37 ms bk-in-f138.1e100.net [173.194.69.138]

Ganz am Schluß der Zeilen steht jeder Internetknoten den die Aufzeichnung passiert hat. Unter utrace.de kann man nun meinen Weg prüfen und sich ein Bild davon machen und es wird klar wie einfach man es doch den “Mitlesern” macht. Wie das im Einzelfall funktioniert könnte ich hier auch noch beschreiben, doch dass würde an dieser Stelle zu weit führen.
Die Meisten von uns haben doch in ihrem Adressbuch zu 90% Landsleute und da stellt sich dann schon die Frage: “Warum nicht mit dem Emailanbieter im eigenen Land bleiben?”. Damit könnte man wenigstens sicherstellen, dass nach den deutschen Gesetzen verfahren wird, wenn beide Emailpartner deutsche Anbieter benutzen.

Ich weiß die Verschwörungstheoretiker werden jetzt zetern, aber hier geht es nicht darum, sondern um eine technische Umsetzung 😉 .

Unsere Umsetzung soll alle alten Emails vom Googlekonto sichern und auf einen neuen Mailserver ablegen, um später das Googlemailkonto zu leeren. Die Emails sollen auf dem PC, dem Tablet und dem Smartphone lesbar sein und automatisch synchronisiert werden. Das Gleiche gilt natürlich für Kontakte und den Kalender. Hier wird schnell klar mit einem einfachen Emailpostfach ist es nicht getan und so kommt nur ein Exchangepostfach in Frage. Meine Empfehlung ist ein OpenXchange-Postfach, diese gibt es bei Strato und 1und1 und ja, sie sind leider nicht kostenlos.

Wer sich daran stört, brauch dann hier nicht mehr unbedingt weiterlesen 😉 .

In eigener Sache, diese Anleitung bezieht sich auf einen 1und1 OpenXchange-Account und den Umstieg auf die Betriebssysteme Windows 7 , Linux mit Thunderbird und Windows 8, inklusive der Einrichtung auf einem Android-Handy, in dem Falle einem Sony Xperia S. Ich übernehme keine Haftung für eventuell auftretende Probleme.

Von Google zu 1und1

Nach dem Anlegen des neuen OpenXchange-Postfaches bei einem der Anbieter, geht es nun an das Eingemachte.

Wir sichern auf unserem Smartphone unsere Kontakte, unter Android 4.x kann man die Kontakte auf die Speicherkarte sichern lassen und dann via USB-Kabel auf den PC

Screenshot_2013-08-03-18-29-55

 in unseren Umzugsordner kopieren, ich nenne ihn mal einfach Umzug. Um die ersten Daten in den neuen Emailaccount zu importieren melden wir uns an und klicken auf Kontakte.

webdesk

Mit der rechten Maustaste auf Kontakte erreichen wir das Kontaxtmenü und unter erweitert können wir unsere Adressen importieren.

webdesk1

Nach diesem Schritt haben wir unsere ersten Daten erfolgreich importiert, hier empfiehlt es sich diese überprüfen um spätere Ungereimtheiten auszuschliessen.

Nun kommen die Emails dran und hier müssen wir einen kleinen Umweg beschreiten, der aber keine Umstände macht. Dazu benötigen wir das Programm Mailstore home, das wir kostenlos unter http://www.mailstore.com/de/mailstore-home.aspx herunterladen können.

Mit diesem Programm kann man Emails archivieren, Backups erstellen bzw. Wiederherstellen, und das nicht nur auf dem Herkunftsmailaccount.

Hier legen wir unser Archiv an, das Programm ist selbsterklärend und bedarf kaum einer Beschreibung.

google_archiv

Nun kann es etwas dauern bis unsere Daten sich eingefunden haben, es kommt auf den Umfang an. In der Zwischenzeit sollten wir uns überlegen welche Daten wirklich wieder auf das Emailpostfach müssen, denn das Hochladen danach dauert wieder ein wenig.

Nach der Entscheidung exportieren wir aus unserem neuen Archiv die entsprechenden Emails.

export

Nach erfolgreicher Übertragung kontrollieren wir den Datenbestand via Webzugriff auf unser OpenXchangekonto.

Ein ordentlicher Mensch (oder vergesslicher?) hat natürlich auch einen Kalender und den möchten wir auch importieren.

Hier führt der Weg über Google und unter Kalendereinstellungen der Export des Kalender über eine ICS Datei.

kalender_exp

Die Datei wird gepackt heruntergeladen also muss diese noch entpackt werden und wieder in unseren Ordner Umzug kopiert werden.

Nun kommt wieder die Vorgehensweise wie bei den Kontakten zum Tragen also alles keine Hexerei 😉 !

kalender_imp0

kalender_imp

Nun sollten wir den ersten Teil geschafft haben und unsere Daten vollständig auf dem neuen Mailaccount verfügbar haben.

Konfiguration des Windows PC

Unter Windows 8 kann für alle 3 Bestandteile den gleichen Ablauf benutzen, die Konfigurationen für Email, Kontakte und Kalender sind analog. Wir öffnen die Kachel Mail und tippen auf neues Konto unter Benutzung der Exchange-Auswahl mit erweiterten Angaben.Diese Verfahrensweise nutzen wir nun noch bei Kontakten und dem Kalender, danach sind wir mit der Konfiguration unseres Windows 8 PC fertig.

windows8konten

Windows 7

Hier ist die Konfiguration etwas umfangreicher und zu den benötigten Softwaretools kommen nun noch Thunderbird, Lightning und das Plugin “open-xchange-thunderbird-connector-1.18.0.1” dazu.

Als erstes installieren wir Thunderbird in der aktuellsten Version und legen unser Emailkonto an.

konto_thunderbird

Nun installieren wir folgende Addons:

thunderbird_addon

Mit Lightning integrieren wir unseren Kalender, der gleichzeitig lokal angelegt wird, dies wird an späterer Stelle noch einmal wichtig!

Der Thunderbirthday soll uns unseren Geburtstagskalender aus unseren Kontakten integrieren.

Nun erfolgt der abschliessende Schritt, die Installation des “open-xchange-thunderbird-connector-1.18.0.1”.

Das Plugin laden wir von der Seite https://www.assembla.com/spaces/open-xchange-thunderbird-connector/documents herunter und installieren dieses über Addon aus Datei installieren.

addon_aus_datei

Nach dem Neustart von Thunderbird müssen wir den Konnektor noch anpassen. In der untersten Zeile (Statuszeile) des Thunderbird finden wir dazu den entsprechenden Button, den wir mit einem Klick auf die rechte Maustaste aktivieren.

Unsere Einstellungen müssen lauten:

oxTender_einstell

servereinst_oxtender

servereinst_oxtender1

servereinst_oxtender2

Mit dem OK bestätigen und schon beginnt die Synchronisierung, das Adressbuch wird aktualisiert und unser vormals importiertes Adressbuch erscheint auch lokal. Der Geburtstagskalender ist schnell eingerichtet, einfach einen neuen lokalen Kalender anlegen und den Geburtstagskalender auswählen.

Um unseren Kalender auf Vordermann zu bringen bedarf es noch einer kleinen Anpassung. Wir öffnen den Reiter Kalender.

kalender_loeschen

Und löschen den aktuellen Kalender, denn dieser bezieht sich auf den lokalen Kalender. Danach legen wir einen neuen Kalender an.

kalender_netz

Wir wählen einen Netzwerkkalender, der sich auf unseren OpeneXchange Server bezieht.

kalender_netz1

kalender_netz2

In der Emailadresse erscheint unsere Angelegte und mit OK bestätigen wir das Anlegen unseres Netzwerkkalenders. Nun erscheinen auch unsere Termine!

Mit dem letzten Schritt haben wir nun die Konfiguration unseres PC’s abgeschlossen und haben die Hälfte des Loslösungsweges von Google geschafft.

Und jetzt geht es an’s Eingemachte, unseren Androiden

Wir rufen das Menü Einstellungen und dort Konten auf.

Screenshot_2013-08-20-11-38-25

Screenshot_2013-08-20-11-38-43

Mit dem Plussymbol fügen wir ein neues Konto hinzu, wählen

Screenshot_2013-08-20-11-38-52

Exchange ActiveSync aus und tragen dort unsere Emailadresse und das Passwort ein!

Screenshot_2013-08-20-11-40-06
Wir klicken hier aber nicht sofort auf weiter, sondern auf die manuelle Einrichtung unten links!

Screenshot_2013-08-20-11-42-16

Im Bild sieht man die Reihenfolge der Eingaben, den entsprechenden Syntax und die optionalen Einstellungen. Der Haken bei SSL ist unbedingt zu setzen um eine sichere Kommunikation zu gewährleisten.

Nun folgt der Klick auf Weiter, die Einstellungen werden geprüft und das Konto eingerichtet. Gegebenenfalls wird noch die Abfrage nach den zu synchronisierenden Inhalten abgefragt, diese sind noch zu beantworten und schon ist die letzte Hürde fast genommen.

Unsere Emails, Kontakte und Kalendereinträge stehen uns nun auf unserem Androiden zur Verfügung.

Was auffällig ist, ist das Fehlen der Geburtstage. Der Standardkalender von Android scheint hier Probleme zu machen. In dem Falle kann man aus Googleplay noch den aCalendar herunterladen und einrichten, damit werden dann auch die Geburtstage angezeigt.

Wie aber ohne Googleplay ?

Auch hierfür gibt es andere Anbieter und empfehlenswert ist da androidpit.de, hier kann man sich einen Account anlegen und das App-Center auf seinem Handy installieren. Die Auswahl an Programmen ist groß, nicht Alles was Googleplay anbietet aber es gibt von da aus einen direkten Verweis.

Um das App-Center von androidpit.de zu nutzen, muss man unter Sicherheit, die Installation von Apps aus unbekannten Quellen zulassen (siehe Bild unten).

Screenshot_2013-08-20-12-40-59

Sollte dieser letzte Schritt auch erfolgreich gewesen sein, kann man über den Rest nachdenken. Das Erste was ich jedem empfehle, erstmal alles auszuprobieren und zu testen! Unter Kontakten kann man einstellen welche Kontakte angezeigt werden, hier würde ich erstmal das Googlekonto ausblenden, das selbe Verfahren funktioniert auch beim aCalendar.

Was nun mit Google? Da ich mir sicher war, habe ich Google von meinem Androiden verbannt und mein Googlekonto geleert. Das Löschen des Konto bei Google habe ich noch unterlassen, aber wo nichts hingeht, kann auch nichts gelesen werden 🙂 .
Ich hoffe diese “kleine” Anleitung wird manchen helfen und auch ein wenig das Bewusstsein für die Datensicherheit schärfen.

Euer DerSchwarzgraue

Google Dementi

Mehrere leitende Google Mitarbeiter dementieren die Gerüchte um Google Ladengeschäfte. Die Begründung bezieht sich auf die fehlende Notwendigkeit, da man ja alle Daten von Geräten via Internet bekommt. Für mich klingt das Dementi eher halbherzig. Wahrscheinlich ist eher, das Google erst mit einem erweiterten Portfolio in das Ladengeschäft einsteigt.
Ich glaube, die Aussage kann schon in wenigen Monaten überholt sein. Apple macht es ja mit erfolgreichen Ladengeschäften vor  😉 .

Euer DerSchwarzgraue

Microsoft und Yahoo

Der Riese aus Redmond will dem kleinen Rivalen keine Zeit mehr lassen, so hat Microsoft Yahoo ein Ultimatum von 3 Wochen gestellt um die Übernahmeverhandlungen zu beginnen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Angebot gesenkt werden soll, da sich auch in der Branche der Abschwung auf dem amerikanischen Markt bemerkbar macht.
Viele Fragen stehen nach einer Übernahme im Raum, da sich die Onlineproduktpaltte Firmen sich überschneiden und es fraglich ist welches von diesen überlebt. Hauptziel Microsoft ist es scheinbar, dem Onlineriesen Google Kunden abspenstig zu machen um selber am grossen Internetwerbemarkt zu bestehen.
Man kann nur hoffen das bei der Gestaltung die Qualität der Produkte zählt und nicht der vorherige Namen. Für mich selber bleibt weiterhin die Aussage bestehen ‘Es geht auch ohne, es lebe der Pinguin!’ 🙂
Euer DerSchwarzgraue