Die Berliner CDU und der Flughafen Tegel

Heute nun hat die Berliner CDU ihre Mitgliederbefragung zur Offenhaltung des Flughafen Tegel veröffentlicht und ihre Konsequenzen daraus gezogen.

Frei nach Konrad Adenauer:

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

Die CDU stellt sich mit ihrer 180 Grad Wende hinter den Volksentscheid zu Tegel und findet ihren Platz zwischen der FDP und der AFD. Mit der Befürwortung der Offenhaltung topedieren alle drei  Parteien den BER. Der Berliner Generalsekretär der CDU Ehlers verstieg sich gar bei einem Interview mit dem RBB zu der Aussage, dass die fehlende infrastrukturelle Anbindung des BER eine Offenhaltung Tegels unumgänglich macht.
Es waren doch die Granden der CDU und FDP die den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in ihren Legislaturperioden vernachlässigten! Und bitte schön, wo ist denn eine vernünftige Anbindung Tegels an den öffentlichen Nahverkehr? Wer nach Tegel will kennt die verstopften Strassen in denen der Bus dann steht, sei es bei Abreise oder Ankunft.

Ein weitere Begründung waren fehlende Abfertigungskapazitäten! Wo in Schönefeld noch Platz ist und ausgebaut werden kann, wird unterschlagen. Die CDU nimmt eher in Kauf, dass bei der Offenhaltung von Tegel Millionen Euro fließen müssten, um den Schallschutz der Anlieger zu gewährleisten.

Aber nicht nur das, die CDU ist auch noch geschichts- und wissenschaftsvergessen. Flugexperten haben seit Jahren darauf hingewiesen, dass Probleme bei Start und Landung die häufigsten Ursachen für Flugunfälle sind.

1992 EL-AL-Flug 1862 – 4 Tote im Flugzeug, 39 Tote und 20 Verletzte am Boden und das ist nur ein Beispiel von vielen. Siehe Liste von Flugunfällen seit 2011 – Wikipedia

Die CDU hat  jahrelang versäumt ihre Mitglieder in Berlin von der Richtigkeit des Projektes zu überzeugen, obwohl sie Mitinitiator des BER war. Ich bin mir sicher bei einem Scheitern des BER wird die Berliner CDU nicht dafür verantwortlich sein. Mit Verlaub solch parteipolitische Dämlichkeit ist nicht zu überbieten.

Euer kopfschüttelnder DerSchwarzgraue

air berlin

10 Jahre Berliner Hauptbahnhof

Ist das schon wieder so lange her ? Wer ihn täglich nutzt, der merkt nicht wie die Zeit vergeht und nimmt seine Annehmlichkeiten gerne in Anspruch, manchmal sind es auch die kleinen Unannehmlichkeiten, die muss man eben auch hinnehmen. Nobody is perfect  😉 ! Über die Jahre hat sich der Berliner Hauptbahnhof meiner Meinung nach bewährt.

Noch fehlen Teilstücke

für den S-Bahn Nord-Süd Verkehr, die S21 lässt grüßen und doch kann man sie schon erahnen. Die Umgebung hat sich gemausert und ist teilweise noch dabei. Erinnere mich noch an die ersten Jahre, kaum war ein Lüftchen zu spüren, schon hatte man den Sand der umgebenden Brachflächen zwischen den Zähnen. In Berlin knirscht es eben öfter  🙂 .

Es täte uns gut manchmal gelassener Probleme zu sehen und nicht gleich die Meckerkeule auszupacken.

Hier noch ein Bild aus dem Jahre 2005, das Einschwenken der Bügelbauten.

Berliner Hauptbahnhof
Einschwenken der Bügelbauten

Für mich eine ingenieurtechnische Meisterleistung und viel beachtet in den Medien.

Euer DerSchwarzgraue

Neues von der BVG im Sommer

Irgendwie war das ja heute ein halbwegs angenehmes Wetter, vielleicht noch kein Sommer aber er kommt wieder. Bei manchen Verkehrsmitteln scheint es aber nicht angekommen zu sein, so erwischte ich einen Bus und dachte erst:: “Wo hat denn der so lange in der Sonne gestanden?” Puh welch Hitze obwohl einige Fenster geöffnet waren, auf der kurzen Tour im 156 konnte ich dem aber auf den Grund gehen. Es ist kaum zu glauben die Heizung im Bus war an  😆 , ist ja nun wirklich kein Sommer!

Das ist Berlin  😉

Euer DerSchwarzgraue

Hitze über der Stadt mit und ohne Klimaanlage

Der Sommer meldet sich eindrücklich zurück, die Stadt stöhnt. Es ist schon erstaunlich wie schnell sich Berlin aufheizt. Vor nicht mal 14 Tagen sprangen hier noch einmal die Heizungen an und das war schon erstaunlich.
Momentan fragt man sich eher, was kann man noch ablegen ohne gleich ein öffentliches Ärgernis zu sein? Wobei in Berlin, hier ist doch eh fast Alles erlaubt :mrgreen: und das ist gut so  😉 .
Bei der S-Bahn ist man ja die Schweißtreiberei gewohnt, die Fenster der Bahnen ähneln eher Schießscharten als Lüftungswerkzeugen. Bei der BVG stelle ich mir manchmal schon die Frage warum sie Busse mit Klimaanlagen angeschafft hat, wenn sie nicht eingeschaltet werden, Seit 3 Tagen erwische ich auf dem Heimweg immer wieder Busse mit abgeschalteter Klimaanlage, das ist besonders schön Freitags auf der Prenzlauer Allee, wenn man gepflegt im Wochenendstau steht.
Klärchen lacht sich dann Ein’s 🙄 !
Ach noch was liebe BVG, wenn der 156 Bus (B-V-4120 15:01) an der Haltestelle (Prenzlauer Allee/S) in Richtung Pasedagplatz steht, dann könnte er ja vielleicht auch die Türen öffnen für Fahrgäste und nicht einfach 4 Minuten unnütz rumstehen und auf die Weiterfahrt im Stau warten.
Nur so ein kleiner Vorschlag für die Kundenzufriedenheitsverbesserung  😆 , was für ein Wort.

In dem Sinne Allen ein schönes Wochenende
und immer ein schattiges Plätzchen

Euer DerSchwarzgraue

Streik ohne jegliche Rücksichtnahme

Ja da schlägt sie wieder zu die GDL, mit dem nun angekündigten Streik wird die GDL wohl mehr oder weniger den gesamten Zugverkehr in Deutschland lahm legen. Der letzte Streik fand natürlich schon ohne Absicht an einem Ferienende seinen Abschluss und auch diesmal lässt sich die GDL nicht lumpen, es muss unbedingt der 25. Jahrestag des Mauerfalls am Wochenende sein. Ein Schelm der Böses dabei denkt!
2 Arbeitstage ohne einen vernünftigen S-Bahnverkehr sind schon hart für Pendler, die von außerhalb nach Berlin fahren aber das Mauerfallwochenende an dem tausende Berlinbesucher feiern wollen, dieser Termin dürfte der GDL einen Bärendienst erweisen und leider auch den anderen Gewerkschaften. Bei allem Verständnis für Gewerkschaftsarbeit, das muss nicht sein! Ich frage mich wie sich ein GDL-er, der am Neujahrsmorgen krank oder verletzt  in eine Notaufnahme kommt, sich fühlen würde, wenn genau an diesem Tage das Pflegepersonal streikte ? Mal darüber nachdenken liebe GDL, es soll helfen.

Euer DerSchwarzgraue

Berliner Nahverkehr, wie man den Strom abstellt oder mein Freitagfeierabend

Der gestrige Tag hatte es in sich, ein Test der Notstromanlagen bei der Bahn führt zum grössten Ausfall der S-Bahn  seit es sie gibt.  Durch den Schaden bei dem Test fiel das zentrale Stellwerk Halensee aus und damit die gesamte Steuerung von Signal und Steuerungsanlagen im Stadtgebiet bei der Bahn aus.
Ein Backupstellwerk gibt es scheinbar nicht und so standen die S-Bahnen über Stunden, Fahrgäste froren, saßen im Dunkeln oder froren auf den Bahnsteigen. Die Bundespolizei hatte ihre Mühe Fahrgäste aus den Zügen zu befreien. Nun könnte man ja denken ein paar Stunden nicht so schlimm, doch weit gefehlt, der S-Bahnverkehr lief selbst heute Abend auf der Ringbahn noch nicht rund.
So durfte ich heute am eigenen Leib spüren, wie das ist wenn nichts mehr geht. Manchmal kommt man eben nicht so schnell aus dem Dienst und so schaffte ich es heute erst um 16:45.
Der Tag war anstrengend, aber ich hab so einige technische Dokumentationen zu Papier bringen können und so entschied ich mich bei diesem Hundewetter ein Taxi nach Haus zu nehmen. Einen “Junge Hunderegen” wollte ich mir nicht antun!
Gesagt getan, unser Pförtner rief ein Taxi und warnte mich vor. Taxi’s kämen heute wohl eher selten, selbst bei einer Bestellung. Nicht verzagen dachte ich mir und wartete, nach 20 Minuten rief unser Pförtner noch einmal in der Taxizentrale an. Die Antwort “Oh ist der nicht gekommen, ich schick mal noch einen”. Nach noch einmal 15 Minuten entscheid ich mich den gerade auftauchenden 120 Bus zu nehmen, frohen Mutes ging es zum S-Bahnhof Wedding und die Ernüchterung nahm ihren Lauf, auf dem Bahnsteig angekommen   musste ich auf den Anzeigen lesen, bitte die Ansagen beachten. Klasse so kann es weitergehen! 10 Minuten später stand an der Anzeige “Zug fällt aus”. Wie konnte ich nur der Meinung sein, dass nach 29 Stunden der Betrieb wieder läuft? Danke Taxi-Innung (Berlin hat über 7200 Taxi’s) und  Bahn AG!!!
So benutzte ich die U-Bahn bis Seestraße, nahm dann die Tram M13 und zum Schluß wieder den Bus. Das Ergebnis war ernüchternd, normaler Weise 35 Minuten Fahrtzeit summierte sich dann auf 1:50 Minuten auf.
Nach so viel Meckerei sollte ich aber mal ein Lob los werden. Die BVG mit ihren großen Gelben und den Trambahnen, die hat funktioniert und das trotz Witterungswidrigkeiten.

Nun kann ich den Feierabend genießen, wo ist mein Rotwein  😉

Euer DerSchwarzgraue

Einfach nur Idioten ….

Da tauchen plötzlich selbsternannte Linke auf und protestieren in Berlin mit Brandsätzen an Bahnanlagen gegen den Afghanistaneinsatz und meinen besser zu sein. Die Frage die sich mir Erstens stellt: Sind diese Leute wirklich Links? Doch wohl eher nicht, innerhalb des linken Lagers ist man sich einig keine Gewalt anzuwenden. Diese Gruppierung agiert anarchistisch und gibt den politischen Gegnern der Linken noch die nötigen Argumente, um gegen diese vorzugehen.
Nach dem Bekennerschreiben folgte ein Zweites, in denen diese Idioten meinten man habe Menschen nicht verletzen wollen, es ging nur um Signal- und Funkanlagen. So viel Dämlichkeit zusammen, es ist nicht zu glauben! Wer an Signalanlagen herumschraubt oder zerstört, der nimmt billigend in Kauf, das Menschen dadurch verletzt werden können!
Meiner Meinung nach sollte diese Gruppe wieder dahin verschwinden, woher sie hergekommen ist, nämlich in der Versenkung oder besser noch nach erfolgreicher Fahndung der Polizei vor den Kadi!

Euer DerSchwarzgraue

Strom und Schiene

Über Strom lässt sich trefflich streiten, vor allem über seine Quellen, auch ich habe meine Zweifel am Atomstrom und bin für einen geordneten Ausstieg. Doch mit welchen Mitteln manche streiten das ist unglaublich und kriminell.
Das mussten heute zehntausende Fahrgäste in Berlin erfahren, der gelegte Kabelbrand brachte nicht nur fast den gesamten S-Bahn und Nahverkehr zum Erliegen, sondern es wurden auch Verletzte in Kauf genommen! Kein Fahrstrom und gestörte Signalanlagen waren die Folgen und wer etwas von Bahnverkehr versteht, der weiß wohin so etwas führen kann.

So nicht!

Euer DerSchwarzgraue

Auf in den Kampf oder wie man sich den Unmut der Berliner zu zieht!

Die Katze ist aus dem Sack, die Gewerkschaft der Lokführer hat den Streik beschlossen, vor dem Hintergrund des unzureichenden Angebotes der Eisenbahngesellschaften. An sich genommen ein übliches Verfahren, doch diesmal hat die Sache einen viel bitteren Beigeschmack für die Berliner. Die Gewerkschaft will auch die S-Bahn bestreiken, nicht genug die Querelen durch Mißmanagement und Konstruktionsmängel.
Der gerade aufgenommene Winterfahrplan ist ja nichts weiter als ein schön geredeter Notfahrplan 🙁 , doch jetzt kommt der Streik und der wird die Berliner und die Berlinbesucher heftig treffen. Es ist zum Auswachsen!

“Lasst uns die S-Bahnstrecken als Fahrradwege ausbauen, da kann man dann Fahrrad fahren ohne Auto’s und die Einzigen die streiken sind die, deren Kondition einfach nicht reicht. 😀 “

Euer DerSchwarzgraue

Neues von der S-Bahn, S nicht wie schnell sondern wie slow !

Wieder einmal ging es um die Probleme der S-Bahn. Der Brandenburgische Verkehrsminister, die Senatorin für Verkehr und Vertreter der Landkreise in denen die S-Bahn fährt trafen sich zu einem Krisengespräch mit der S-Bahn Führung.
Den Vertretern der S-Bahn wurde deutlich gemacht wie desaströs der momentane Zustand ist, da Außenbezirke vom Verkehr abgeschnitten sind.
Mittlerweile wurde der Betrieb auf den stillgelegten Strecken wieder aufgenommen aber in einer Taktzeit, die das noch verbliebene Vertrauen verspielt. Für den Notbetrieb wurde ein Sonderfahrplan mit einer Betriebsgeschwindigkeit von 60 km/h entworfen, um weitere Ausfälle zu verhindern.

Mal ein Auszug aus dem Datenblatt der Baureihe 481

Achsanordnung: Bo’2′ (Drehstromasynchronmotore)
Antriebsdauerleistung: 2 x 100 kW
Fahrzeugmasse: Tw-A 31 / Tw-B 28 t
Wagenkastenlänge: 17,7 m
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h

Auf vielen Strecken verlängert sich die Fahrzeit um 10 – 15 Minuten. Mir stellt sich jetzt die Frage ob ich da nicht lieber eine ausgefallene Bahn in Kauf nehmen würde, 10 Minuten Ausfall habe ich ja nun grundsätzlich.
Man versuche sich mal einen Autobahnabschnitt mit zugelassener Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h vorzustellen und alle fahren nur 60 km/h. Ich denke das wäre ein denkwürdiger Anblick! 😉
Kein Mensch würde sich mehr einen Sportwagen kaufen, wenn er wüsste die Kiste kann er nur mit 60% seiner Leistung fahren! Mit den dummen Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs kann man das, die sind ja drauf angewiesen 👿 !

Nachtrag:

Schon im Jahre 2006 fuhren die S-Bahnen nach einem Unfall im Bahnhof Südkreuz nur noch mit max. 80 km/h, ob es zwischenzeitlich eine Aufhebung der Beschränkung gab, kann ich nicht sagen. Wie man sieht sind die Probleme der S-Bahn Berlin nicht  erst ein Thema seit den letzten 2 Jahren.

Euer DerSchwarzgraue