Waschbären in Berlin, Neozoen auf dem Vormarsch

Waschbär

Am Müggelsee sieht man sie öfter und dort sind sie teilweise zur Plage geworden, gerade Laubenpieper haben es mit ihnen schwer. Waschbären sind klevere Kerlchen und machen vor fast nichts halt, sie plündern Mülleimer, Lauben eben Alles was entweder offen steht oder zu öffnen geht.
Die Population im Berliner Umland geht auf ein Ereignis im Jahre 1945 zurück, bei den Kämpfen um Berlin wurde im heutigen Altlandsberg eine Pelzfarm beschädigt und es kam zu einem Ausbruch einiger Waschbären.
Der Waschbär gehört zu den invasiven Tierarten auch Neozoen genannt, er hat kaum natürliche Feinde in Europa, aber ein schädigender Einfluss auf heimische Tierarten ist wissenschaftlich umstritten. Allein vom Uhu ist bekannt das er junge Waschbären schlägt. Die häufigste Todesursache ist aber der Tot im Straßenverkehr, meist wird dadurch erst die Verbreitung der Kleinbären bekannt.
Die letzte Meldung eines gesichteten Waschbären in der Innenstadt stammt vom Alexanderplatz, mittlerweile sind sie auch in Pankow (Weißensee) anzutreffen. Diese kleine Kerl hat den Weg über die Gustav Adolf Straße nicht geschafft.

Euer DerSchwarzgraue

Landesbauernverband will Wölfe wieder jagen lassen

Der Landesbauernverband Brandenburg fordert den Wolf wieder in die Liste der jagdbaren Tiere aufzunehmen.
Da hat sich ein Stück Natur wieder seinen Raum zurückerobert und schon soll dem wieder Einhalt geboten werden. Die Forderung ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt das die Wolfspopulation auf ca. 120 Tiere geschätzt wird (Brandenburg ca. 40 – 50 Tiere).
Begründet wird diese Forderung mit den Schäden, die der Wolf anrichtet. Im laufenden Jahr gab es nach Ansicht des BUND 300 getötete bzw. verletzte Nutztiere.
Hier treffen Natur und wirtschaftliche Interessen aufeinander und ergeben eine undurchsichtige Gemengelage.
Da muss man sich das Verhalten der Wölfe als erstes Erstes anschauen und dann die Problematik des Nutztierrisses. Isegrimm ist ein heimlicher Jäger, er geht dem Menschen aus dem Weg, sucht abgelegene Biotope um sich fortzupflanzen und um auch dort zu leben. Heutzutage sind Viele unterwegs um die Natur zu geniessen und erleben die Natur hautnah. Mal ehrlich, wer von uns hat da schon einmal einen wildlebenden Wolf in den Brandenburgern Wäldern gesehen?
Die Bedenken der Bauern sind wirtschaftlicher Natur. Will man seine Tiere schützen, muss man mehr Aufwand betreiben, sei es durch Zäune oder Hütehunde. Das ist aber Kostenfaktor, durch Material oder Arbeitsaufwand. Doch bitte lasst die Kirche im Dorf! Heute schon gibt es für nachweislichen Wolfsriß Entschädigungen im Rahmen von max. 7500 € innerhalb von 3 Jahren.
Lieber Bauernverband, bitte keine Politik auf dem Rücken der Natur! Für mich sieht die gesamte Diskussion danach nämlich aus. Im Übrigen wurde bei der EU beantragt, größere Entschädigungssummen bei steigender Population auszuzahlen 😉  .

Euer DerSchwarzgraue

Winterwanderungen ….

Die letzten Monate ohne Ende beschäftigt, ist mein Hobby und der Sport etwas zu kurz gekommen. Wie das eben so immer ist, man nimmt sich für’s neue Jahr Vorsätze vor und dann macht einem die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung.
Nun hat sich es aber und so habe ich heute das erste Mal versucht die Umgebung zu erkunden um in mein angestammtes Fotorevier zurück zu finden.  Puh da werde ich aber so einige Kilometer laufen dürfen, allein um bis in’s Revier zu kommen muss ich schon mal 5 Km mit einberechnen, dass natürlich mal 2, will ja dann auch wieder nach hause kommen  😎 .
Bleiben dann noch 15 Km für die Fotopirsch, da werden sich die Muskeln aber freuen und die Gesundheit natürlich auch, etwas wärmer darf es aber sein…. Ein paar Bilder hab ich mal so geschossen, nichts besonderes aber es ist wieder ein Anfang.

Euer DerSchwarzgraue

Herbstgold

 

Herbstgold

Die Tage werden rapide kürzer, der erste Frost und die Bäume lassen ihr goldenes Blätterdach herabregnen. Auch der Herbst hat seine schöne Seiten, manchmal genügt der Blick aus dem Fenster oder man geht in den Park.
Bald wird es wohl Zeit für die ersten Futterhäuser. Ich werde mir wohl auch eins zu legen, denn es ist schon erstaunlich wie Kohlmeise, Rotkehlchen und Co schon suchen. Es hat schon was in einer grünen Berliner Ecke zu wohnen und einfach nur aus dem Fenster zu schauen.

Euer DerSchwarzgraue

Am Stadtrand Berlins gibt es Kraniche …..

Das Wetter wieder zu schön um zu Hause zu hocken, diesmal beschränkte ich mich mit den Kilometern und richtete mein Augenmerk mehr auf Einzelheiten im Naturschutzgebiet Falkenberger Rieselfelder.
Meine Ausdauer wurde belohnt und so konnte ich wieder einmal einen Kranich fotografieren. Leider muss ich jetzt schon mit den wetter bedingten optischen Problemen kämpfen, die Luft flimmert und das macht sich bei langen Brennweiten bemerkbar.

Euer DerSchwarzgraue

 

Seit langem das erste Mal wieder richtig Sonne oder Urlaub mal anders …

Die letzten Tage meines Urlaubs sind angebrochen, vieles war anders geplant oder sollte anders verlaufen. Erstmal ging es ja mal darum mich zu erholen. Vor der Erholung kam ja erstmal die Arbeit, das bisschen Haushalt 🙂 und die Weihnachtsvorbereitung. Das Wetter winterlich doch leider ständig grau und kein vernünftiges Licht zum Fotografieren. Nun ja, da kann man nichts machen und muss es hinnehmen. Abgefunden mit dem Thema ran an die Arbeit und am 3. Tag des Urlaubs der Schock, draußen ordentliche Minusgrade und ich werde zum Heißläufer. Zwei Wochen Grippe und die vom allerfeinsten, tja das hatte ich mir anders vorgestellt.
Weihnachten erledigt und nun die Vorfreude auf einen angenehmen Jahreswechsel, weitab vom Trubel der Großstadt. Alles geplant und dann die Absage vom Hotel, der Winter habe zu hart zu geschlagen, Versorgungs- und Verkehrsprobleme im Norden.
Da stand ich nun und wieder einmal mal hieß es improvisieren und das Beste daraus machen. So widmete ich mich wieder meinen Hobbys und hatte trotz allem Spaß, es wurden vom Laufen her nur wenige Km und nur wenige Bilder aber nachdem das eine Weihnachtsgeschenk meine erste Lesebrille 😀 war, habe ich mich mal wieder meiner Lieblingsautorin Elizabeth George gewidmet und hab ihr neuestes Werk “Wer dem Tode geweiht” regelrecht verschlungen.

Das zum Urlaub …
Euer DerSchwarzgraue

Jagd im Naturschutzgebiet ?

Gestern war ich wie so oft auf meiner Stammstrecke durch die Naturschutzgebiete der Umgebung unterwegs. Wie immer freute ich mich auf neue Bilder und vielleicht sogar echte Highlights für die Serie Wildlife.
Kurz vor dem Erreichen des Naturschutzgebietes Falkenberger Rieselfelder hörte ich Büchsenfeuer und tatsächlich mitten im abgezäunten Naturschutzgebiet wurde gejagt. Ordnungsgemäß schienen Jagdschilder aufgestellt und doch werde ich das Gefühl nicht los dass hier gegen geltendes Recht verstoßen wurde. Das Naturschutzgebiet umfasst 84 Ha und bis dato habe ich max. 5 Rehe in diesem abgezäunten Bereich gesehen, genau auf diese hatten es die Jäger abgesehen. Mit einem Treiber und mehreren Hunden wurden die Tiere in Richtung der Schützen gehetzt. Mir stellt sich da die Frage, hatte so etwas mit einer notwendiger Dezimierung zu tun, NEIN! In dem Naturschutzgebiet halten Heckrinder und Liebenthaler Wildlinge die Vegetation flach  und da sollten 5 Rehe wohl wirklich kein Problem sein. Alte Bilder kamen in mir hoch das alte Männer sich das gefütterte Wild vor die Büchse treiben ließen. So etwas hat nichts mit Jagd zu tun und schon gar nicht in einem Naturschutzgebiet!

Morgens

Morgen werde ich mich mit der Senatsverwaltung in Verbindung setzen um heraus zu bekommen ob es eine Ausnahmegenehmigung dafür gab. Sollte dem nicht so sein, werde ich unverzüglich Strafanzeige stellen, zur Beweissicherung habe ich ein paar Foto’s gemacht. Wozu haben wir dann eigentlich solche Naturschutzgebiete?

Euer erzürnter DerSchwarzgraue 🙁

Nachtrag:

Eine Nachfrage bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung brachte Klarheit, trotz des Naturschutzes wird die Jagd in dem Naturschutzgebiet außerhalb der Schonzeit durch einen Pächter gestattet. In dem Gespräch brachte man zum Ausdruck, dass man wohl die Zweifel verstände aber eben mehr auch nicht.
Ich frage mich ernsthaft ob ich das so hinnehmen soll oder die Sache weiter publizieren sollte?

Knecht Ruprecht?

Das Weihnachtsfeste steht uns bald bevor,
hört ihr Knecht Ruprecht steht vor dem Tor.

Der Alte klopft schon ganz wild,
der, der die Geschenkewünsche stillt.

Gehet in euch, ob ihr artig seid gewesen,
sonst schlägt er euch mit dem Besen.

Doch da ihr alle artig seid,
ist der Alte gnädig heut… 🙂

©fs